
Spende monatlich 2 Euro und pflanze auf der Farm Goedgedacht in Südafrika
einen Olivenbaum. Mit Deinem Olivenbaum schenkst Du einem Kind wie Elton eine Zukunft ohne Gewalt und Hunger. Du kannst helfen, damit Südafrikas Kinder und Jugendliche eine Chance bekommen, eine friedliche Gesellschaft mitzugestalten.
Südafrika - Goedgedacht
Es begann auf der alten Farm „Goedgedacht“ (bedeutet: Gute Idee) in der westlichen Kapregion, die im Jahre 1704 von den Holländern erbaut wurde und 87 km nordwestlich von Kapstadt, in der Region „Swartland“ an der Westküste liegt. An diesem Ort hatte eine zupackende Gruppe von Sozialarbeitern die Vision, dass es möglich sein müsste, die Spirale der großen Armut der Landarbeiter, die durch den Kolonialismus und die Apartheid, aber auch durch Hunger, Alkohol, Analphabetentum und Gewalt so viele Leben auf Generationen zerstört hat, zurückzudrehen. Der Goedgedacht Trust als gemeinnützige Nichtregierungsorganisation wurde im Jahre 1993 gegründet. Die Farm wurde zu einem kleinen, einfachen Tagungszentrum ausgebaut. Ziel war es, ein demokratisches Südafrika zu verwirklichen. Viele gesellschaftliche Gruppen, die Regierung und die Kirchen trafen sich und diskutierten Wege aus der Armut. Aber Annie und Peter Templeton wollten es nicht dabei belassen. Die große Not der Landarbeiter und die hungernden Kinder auf den umliegenden Farmen waren Anlass genug, um vor der Haustür zu beginnen:
Film: Goedgedacht - 2 Euro können helfen
Der ‚Path out of Poverty’ (POP) - Das Projekt
Das Projekt ‘Weg aus der Armut’ auf der Goedgedacht Farm läuft seit etwa 10 Jahren nach einem bewährten Konzept und konzentriert sich hauptsächlich auf die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen.
Die drei wesentlichen Punkte,
die in den Projekten auf der Farm verankert sind und den „Weg aus der Armut“ ausmachen, sind
- Ernährung & Gesundheit,
- Bildung und
- Persönlichkeitsentwicklung.
17 Projekte bilden das „POP-Programm“ auf Goedgedacht, denn…
„Unsere Erfahrung hat uns gelehrt, dass ein einzelnes Projekt, egal wie gut es auch ist, nicht reicht um ein Kind von Armut zu befreien. Was notwendig ist, ist ein Programm, das einen ‚Weg’ darstellt, der das Kind von Verwahrlosung, Hunger und Gewalt schützt. Um das zu erreichen braucht man dauerhaftes Engagement, von der Geburt des Kindes bis zu der Zeit, wenn es ein eigenständiger, junger Erwachsener ist.“
Annie Templeton, Gründer
MISEREOR
hat schon damals seine Unterstützung angeboten. Hierdurch wurde es erst möglich, das Projekt ins Leben zu rufen – für Kinder, deren Familien seit Generationen unter Kolonialismus, Apartheid, Hunger, Alkohol, Analphabetentum, Arbeitslosigkeit, familiärer Gewalt und gesundheitlichen Problemen leiden mussten.
Das Modellprogramm „Weg aus der Armut“ hat bis heute über 1000 Kindern und Jugendlichen eine Zukunft ermöglicht.
Es wurden schwangere Mütter geschult, Kinderkrippen eingerichtet, ein Kinder- und Jugendzentrum auf Goedgedacht gebaut, in dem sich die Kinder nach der Schule aufhalten können und in Kinder- und Jugendgruppen betreut werden.
Auf der Farm gibt es viele Möglichkeiten, die den Kindern dabei helfen, den Weg aus der Armut einzuschlagen und vor allem dann auch beizubehalten.
- Verschiedene Essensangebote zur Bekämpfung des Hungers. Die älteren Jugendlichen stehen schon um fünf Uhr morgens auf, um 94 Pausenbrote vorzubereiten, die dann im Schulbus verzehrt werden. Für Klein- und Vorschulkinder gibt es den so genannten „E-Papp“, eine nahrhafte Hafergrütze für Klein- und Vorschulkinder. Sie wird von gesundheitlich schwachen Kindern auch gerne am Wochenende verzehrt. Des Weiteren gibt es eine warme Mahlzeit nach der Schule
- Kleidung und Schulsachen: Schuluniformen, Regenbekleidung im Winter, Schuhe, Toiletten- und Hygieneartikel für Mädchen und Jungen, Sportkleidung
- Betreuung nach der Schule: eine warme Mahlzeit, Hausaufgabenbetreuung, Duschen, Zugang zu einer Bibliothek und zu Computern, um die schulische Arbeit zu erleichtern
- Persönliche Beratung und emotionale Unterstützung, auch beim Aufbau zwischenmenschlicher Beziehungen, Sexualerziehung/Gesundheitsvorsorge
- Ein Sportplatz, der allen zur Verfügung steht. Dort haben die Jugendlichen die Gelegenheit, sich im Teamgeist zu üben, indem sie an verschiedenen Sportmöglichkeiten teilhaben: Rugby, Netzball, Fußball, afrikanische Sportarten
- Ferienprogramme mit inhaltlichen Schwerpunkten und Sport und Tanz, damit die Kinder versorgt sind und nicht wieder Hunger und Gewalt ausgeliefert sind. Angebote für Freiwilligenarbeit, so dass die jungen Menschen der Gemeinschaft etwas zurückgeben können.
Je nach Bedarf werden die Kinder/Jugendliche individuell in die Programme eingegliedert – die Kids kriegen genau was ihnen fehlt um sich gesund zu einer starken Gemeinschaft und demokratischen Gesellschaft zu entwickeln.
Das Modell „Weg aus der Armut“
hat sich als unkompliziert und überaus erfolgreich erwiesen und ist ein wichtiger Beitrag, damit diese Generation ein friedliches und demokratisches Südafrika mitgestalten kann. Leiterin Ingrid Lestrade, sagt dazu: „Worauf es ankommt? Intensiv in die frühkindliche Entwicklung zu investieren und darauf zu achten, dass die Kinder die Schule besuchen und nicht vorzeitig abbrechen. Das ist das allerwichtigste. Nur wenn die Kinder in der Schule bleiben, können sie ihr volles Potenzial erreichen. Wir achten auf die physische, psychische und emotionale Gesundheit und geben den Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit, ihren Horizont zu erweitern. Wir erziehen sie zu mündigen Mitgliedern der südafrikanischen Gesellschaft. Wir helfen ihnen dabei, ihre individuellen Stärken zu entwickeln und lehren sie Respekt vor der Schöpfung, die ihnen das Leben ermöglicht.“
Die Farm Goedgedacht ist eine Kombination aus Kinder-& Jugendprojekten und einer Olivenfarm. Die Spende von einem Olivenbaum (25€) ermöglicht einem Kind die Teilnahme am „Weg aus der Armut“.
Peter Templeton:
„Klimawandel und Jugend sind die beiden wichtigsten Zukunftsthemen. Es ist dem Goedgedacht Trust gelungen, beide miteinander so zu verbinden, dass die Wunden der Vergangenheit geheilt und junge Menschen befähigt werden, nicht nur eine bezahlte Arbeit zu finden und sich eine Existenz aufbauen zu können, sondern zu gebildeten und engagierten Erwachsenen in der südafrikanischen Gesellschaft zu werden, sensibel für die Herausforderungen des Klimawandels in der Welt, in der sie leben.“
Die Olivenfarm Goedgedacht
Goedgedacht ist ein großer landwirtschaftlicher Betrieb und hat angesichts der voraussichtlichen Klimaveränderungen auf den Anbau von Früchten gesetzt, die auch in Hitze und Trockenheit gedeihen. Es gibt auf der Farm inzwischen 11 000 Olivenbäume auf 30 Hektar Land sowie 4 Hektar Granatäpfel- und Feigenbäume. Da seit Jahren auf Pflanzengifte verzichtet wird, hat man sich um die Zertifizierung „ökologischer Landbau“ beworben.
Die Oliven werden geerntet und direkt vor Ort weiterverarbeitet. Die auf der Farm gelegene Anlage produziert natives Olivenöl und weitere Olivenprodukte. Eine der größten Supermarktketten Südafrikas unterstützt das Programm „Weg aus der Armut“ und führt Produkte von Goedgedacht in seinem Sortiment. Der Gewinn fließt vollständig auf die Farm zurück. Hier erklärt euch Robert, wie Oliven angebaut und verarbeitet werden.
Um Kleinfarmer der Region für den Klimawandel zu rüsten, wurde der Olivenbauernverband „Goedgedacht Olive Farmers Association“ (GOFA) ins Leben gerufen. Zur Zeit bauen 64 Kleinbauern Oliven an. Da die Früchte erst nach 6 bis 7 Jahren reif werden, bietet ein weiteres Goedgedacht-Projekt mit dem Titel “Climate Change Crops“ („Klimawandelfrüchte“) den Farmern die Möglichkeit, zur Einkommenssicherung zusätzliche cash crops (Verkaufsfrüchte) anzubauen, um den Unterhalt zu sichern.
Die Zukunft von Goedgedacht ist klimaneutral
Das Programm „Weg aus der Armut“ ist ein Projekt des langen Atems. Es erfordert Ausdauer und Engagement, die Arbeit ist von vornherein auf Nachhaltigkeit angelegt. Viele Tagungen haben sich auf der Farm mit dem drohenden Klimawandel auseinandergesetzt. Und viele Überlegungen um CO2 zu reduzieren wurden bereits umgesetzt und Teile der Spenden fliessen in solche Produkte
- Es gibt eine Biogasanlage, warmes Wasser wird mit Solarzellen auf den Dächern produziert.
- Große Nebelzäune ('Fog Harvester') auf der Farm fangen das Kondenswasser in der trockenen Zeit auf und leiten es in die Wasserbecken.
- Gebaut wird mit selbst hergestellten Lehmziegeln, die für ein gutes Raumklima, auch während der langen Trockenzeit sorgen.
- Und auch mit vielen einfachen Ideen, die an die Farmarbeiter weitergegeben werden, kann CO2 gespart werden:
- Wonderbags (25 € pro Stück), große gefüllte Stoffsäcke, in denen das Essen bis zum Abend weitergaren kann, ohne die schädlichen Holzkohleöfen noch einmal nutzen zu müssen.
- Blumengärten, durch den Anbau von regionalen Blumen für die Tourismusindustrie, auf kleinen Flächen, können sich die Farmarbeiterinnen etwas dazuverdienen.
- Die Produktion von kleinen Solarlampen (55 € pro light kit) ermöglicht es den Kindern und Jugendlichen zuhause noch Schularbeiten zu machen, oder zu lesen.
Ein neuer Klimapfad auf der Farm zeigt Farmern, Farmarbeitern, den Kindern und Jugendlichen, welche Pflanzen und Bäume dem drohenden Klimawandel gewachsen sind, wenig Wasser benötigen und CO2 reduzieren. Ein gutes Beispiel dafür bietet der Spekboom - Busch/Strauch aus Südafrika - (2,50 € pro Stück) aber insbesondere auch Olivenbäume (25, 00 € pro Stück).



